Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 10. Juli 2026

1. Geltungsbereich

Diese AGB regeln das Vertragsverhältnis zwischen Vollmer LABS, Habshagstrasse 15, 4153 Reinach, Schweiz (UID CHE-335.347.865; «Anbieterin») und ihren Kunden über die Nutzung des SaaS-Dienstes «Jeffri» («der Dienst»). Der Dienst richtet sich ausschliesslich an Unternehmen und selbständig Erwerbende (B2B); eine Nutzung als Konsumentin oder Konsument ist ausgeschlossen. Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wird.

2. Vertragsgegenstand

Die Anbieterin stellt dem Kunden den Dienst als webbasierte Software zur Verfügung — insbesondere zur Orchestrierung von Bestellungen, Prüfung von Auftragsbestätigungen, Montageplanung, Projektkommunikation und betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Massgebend ist der im Zeitpunkt des Vertragsschlusses dokumentierte Funktionsumfang. Ein Anspruch auf bestimmte künftige Funktionen besteht nicht; die Anbieterin entwickelt den Dienst laufend weiter.

3. Registrierung und Benutzerkonten

Der Vertrag kommt mit der Registrierung eines Mandanten («Firma registrieren») oder durch separate Vereinbarung zustande. Die registrierende Person bestätigt, zur Vertretung des Kunden befugt zu sein, und wird Administratorin des Mandanten. Der Kunde stellt sicher, dass Zugangsdaten vertraulich behandelt, Benutzerkonten nur durch die jeweilige Person genutzt und ausscheidende Mitarbeitende zeitnah deaktiviert werden. Handlungen, die über ein Benutzerkonto des Kunden vorgenommen werden, werden dem Kunden zugerechnet.

4. Nutzungsrecht

Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein nicht ausschliessliches, nicht übertragbares Recht, den Dienst für eigene Geschäftszwecke zu nutzen. Nicht gestattet sind insbesondere die Weitervermietung des Dienstes an Dritte, das Umgehen technischer Schutzmassnahmen sowie automatisierte Massenabfragen ausserhalb der vorgesehenen Schnittstellen.

5. Pflichten des Kunden

6. KI-gestützte Funktionen

Der Dienst nutzt künstliche Intelligenz, um Dokumente auszulesen, Abgleiche vorzubereiten und Entwürfe zu erstellen. KI-Ausgaben sind Vorschläge und können Fehler enthalten. Geld- oder vertragsrelevante Aktionen werden erst nach ausdrücklicher Freigabe durch eine berechtigte Person des Kunden ausgeführt. Für Entscheidungen, die der Kunde auf ungeprüfte KI-Ausgaben stützt, sowie für die inhaltliche Richtigkeit freigegebener Aktionen übernimmt die Anbieterin keine Haftung; Ziffer 12 bleibt vorbehalten.

7. Drittsysteme und Schnittstellen

Der Dienst kann auf Veranlassung des Kunden mit Drittsystemen verbunden werden (z. B. Planungssoftware, Buchhaltungssoftware, Microsoft 365). Die dafür nötigen Lizenzen und Zugänge beschafft der Kunde; deren Kosten trägt er selbst. Die Anbieterin hat keinen Einfluss auf Verfügbarkeit und Änderungen der Schnittstellen von Drittanbietern und übernimmt hierfür keine Gewähr. Übermittlungen an Drittsysteme und Lieferanten erfolgen auf Veranlassung des Kunden.

8. Verfügbarkeit, Wartung und Support

Die Anbieterin bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch — vorbehältlich einer separaten schriftlichen Vereinbarung — keine bestimmte Verfügbarkeit (kein SLA). Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit ausserhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und bei absehbaren Unterbrüchen angekündigt. Support erfolgt per E-Mail an hi@jeffri.ch zu Bürozeiten, ohne garantierte Reaktionszeiten.

9. Vergütung

Die Vergütung richtet sich nach der individuellen Preisvereinbarung mit dem Kunden. Preise verstehen sich in Schweizer Franken, zuzüglich einer allfälligen Mehrwertsteuer. Die Anbieterin kann die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 60 Tagen auf den nächsten Verlängerungstermin anpassen; im Fall einer Erhöhung steht dem Kunden ein ausserordentliches Kündigungsrecht auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens zu. Bei Zahlungsverzug kann die Anbieterin nach Mahnung und angemessener Nachfrist den Zugang sperren.

10. Kundendaten und Datenschutz

Sämtliche vom Kunden erfassten Inhalte und Daten bleiben rechtlich dem Kunden zugeordnet. Die Anbieterin bearbeitet Personendaten im Auftrag des Kunden gemäss dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der integraler Bestandteil dieser AGB ist. Ergänzend gilt die Datenschutzerklärung. Bei Vertragsende stellt die Anbieterin dem Kunden seine Daten auf Verlangen in einem gängigen Format zur Verfügung und löscht sie anschliessend, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

11. Geheimhaltung

Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der anderen Partei (insbesondere Geschäfts-, Kalkulations- und Kundendaten) vertraulich und verwenden sie nur zur Vertragserfüllung. Diese Pflicht besteht über das Vertragsende hinaus fort.

12. Gewährleistung und Haftung

Die Anbieterin erbringt den Dienst mit geschäftsüblicher Sorgfalt. Der Kunde meldet Mängel unverzüglich; die Anbieterin behebt reproduzierbare Mängel innert angemessener Frist. Weitergehende Gewährleistungen sind — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen.

Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden aus rechtswidriger Absicht oder grober Fahrlässigkeit. Jede weitergehende Haftung ist ausgeschlossen — insbesondere für leichte Fahrlässigkeit, für Hilfspersonen, für indirekte oder Folgeschäden, entgangenen Gewinn sowie für Datenverlust, soweit dieser durch zumutbare Datensicherung des Kunden vermeidbar gewesen wäre. In jedem Fall ist die Haftung — soweit gesetzlich zulässig — beschränkt auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis bezahlten Entgelte.

13. Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Parteien — vorbehältlich einer abweichenden individuellen Vereinbarung — mit einer Frist von 30 Tagen auf ein Monatsende gekündigt werden (E-Mail genügt). Die Kündigung aus wichtigem Grund bleibt vorbehalten, insbesondere bei schwerwiegender Vertragsverletzung oder Zahlungsverzug trotz Mahnung. Ziffer 10 (Datenexport und Löschung) gilt bei jeder Beendigung.

14. Änderungen dieser AGB

Die Anbieterin kann diese AGB anpassen. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten mitgeteilt (E-Mail oder Hinweis im Dienst). Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten die geänderten AGB als angenommen; im Fall eines Widerspruchs steht beiden Parteien ein Kündigungsrecht auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens zu.

15. Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirtschaftlich möglichst gleichwertige Regelung. Es gilt Schweizer Recht unter Ausschluss der kollisionsrechtlichen Bestimmungen und des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG). Ausschliesslicher Gerichtsstand ist der Sitz der Anbieterin.